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PROVIDENTIAE MEMOR, Sächsische Fahnen Standarten

Titel:
PROVIDENTIAE MEMOR. Sächsische Fahnen, Standarten, Pauken- und Fanfarentücher


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Das Hauptpanier des Churfürsten Johann Friedrich des Großmüthigen geführt in der Schlacht bei Mühlberg am 24. April 1547. Die Buchstaben V.D.M.I.Ae. = Verbum Oei Manet in Aeternam = Wenn Gott für uns ist, wer mag wider uns sein.

Leibfahne des Churfürsten Johann Georg II. Von der Leibwache des Churfürsten bei Truppenübungen zur Anzeige des Standortes des Churfürsten benutzt oder diesem vorangetragen.

Die Fahne der ersten Compagnie der Untergardia geführt bis 1679-Errichtet 1587 als Besatzung von Dresden. Stamm der Infanterieregimenter 106 und 107 der vormals "Königlich Sächsischen Armee". Die Buch-steben: SUB UMBRA ALARUM TUARUM PRIUS MORI QUAM FIDEM FALLERE = Gibt uns dein Schatten Schutz, du treuer Adler du, so findet unter dir ein jeder seine Ruh. Ein treuer Patriot verachtet eh sein Leben, als er durch Untreu will dem Lande was vergeben.

Fahne der Schweizerleibgarde vom Jahre 1678. Nebenstehend die Kante des Originals, die von der Zeichnung abweicht. Original im Historischen Museum zu Dresden.

Kriegsfähnlein der Bürgerschaft zu Alten- und Neuen-Dresden vom Jahre 1591.

Infanteriefahne aus der Regierungszeit des Churfürsten Johann Georg II. Regiment unbekannt.

Freifä'hndel des Kurfürsten Johann Georg I. aus der Zeit des 30jährigen Krieges. Die Fahne zeigt die Farben des Hauses Wettin, blau und gelb. FECIT POTENTIAM IN BRACHISSUO = Mit Gottes Starker Hand Verfechten Wir das Land.

Siehe Blatt 16, der Kranich ist ein Zeichen der Wachsamkeit. CURA AMAT VICTORIAM = Mit Sorgen und Waffen kan mann viel schaffen.

Siehe Blatt 16 u. 17- Die lateinischen Sprüche befanden sich wahrscheinlich auf der rechten Seite der einzelnen Fahnen. NON SINE CAUSA = Nicht ohn Ursach Griff ich zur Standarte "Sr. Majestät König Friedrich August III. von Sachsen."

Leibfahne eines kursächsischen Infanterieregimentes unter Johann Georg II. In der Mitte ist das Chur- (Schwerter) und Herzogswappen (Raute) zu sehen, welches von den Löwen der Markgrafschaft Meißen (schwarz),

Landgrafschaft Thüringen (rot/silbern gestreift) und des Herzogtums Berg (rot) gehalten wird. Der schwarze Löwe kann auch der des Herzogtums Jülich sein. Im roten Felde befindet sich das Wappen des Herzogtums Cleve.

Kompagniefahne zu Blatt 21. Von diesen Kompagniefahnen sind drei Abbildungen vorhanden, von denen jedesmal die Inschrift verschieden war. Es bedeuten: Die Inschrift in der dargestellten Fahne das Wort Jesus (Jeschua) die untere Inschrift a) jedenfalss das Wort Jehova (Gott) und b) das Wort Elohim (Gott). Ganz deutlich sind uns diese Inschriften nicht überliefert, sie dürften aber sinngemäß wie folgt übersetzt werden: Gottvater, Gottsohn und Heiliger Geist. .

Kompagniefahne (Infanterie) unter Kurfürst Johann Georg II.

Der Kurfürst von Sachsen stellte dem Kaiser wiederholt Hilfstruppen zur Verfügung, so auch Johann Georg II. Unter dessen Regierungszeit ist es als Eigentümlichkeit zu betrachten, daß'diesen Hilfstruppen nicht Fahnen mit sächsischen, sondern mit kaiserlichen Emblemen verliehen wurden. Es sind allein 1 Leib- und 't Ordinärfahnenabbildungen aus der Zeit vorhanden. Das L (Adlerbrust) bedeutet Leopold.

Siehe Blatt 28, aber Ordinärfahne.

Siehe Blatt 28. Von diesen Standarten sind 't Stück überliefert, von denen einige mit verschiedenen Spitzen versehen sind. Oben Ordinär-unten Leibfahne. Merkwürdigerweise fehlt überall das L auf der Adlerbrust.

Standarte der Leibkompanie Dragoner unter Johann Georg II., aus der Zdjit um 1677-

Standarte der Landritterschaft aus dem 30jährigen Kriege. Obristwacht-meister Matsch.

Standarte der Landritterschaft aus dem 30jährigem Kriege. Compagnie des Rittmeisters Costitz.

Standarte einer Compagnie der Landritterschaft aus dem 30jährigem Kriege. Auf der anderen Seite wahrscheinlich die Inscharift: ADSIS DUX OPTIME JOVA = Demnach es anders nicht kann sein, so woll Gott sein der Feldherr mein.

Standarte einer Kompagnie der Landritterschaft aus dem 30jährigem Kriege.

Standarte einer Compagnie der Landritterschaft aus dem 30jährigem Kriege. Rittmeister Urban Hellischer. Auf der anderen Seite wahrscheinlich die Inschrift: TELE VULNERER IPSE MEI = Der Pfeil, so ich gefiedert, verwundet mich.

Bild-Nummern 43-46: Text im Nachtrag am Schluß des Verzeichnisses.

es auch eine Standarte der späteren Garde du Corps (damals Hoffahne).

Fahne der Communalgarde der Stadt Bautzen. Zeit 1830. Davon sind drei Stück im Stadtmuseum zu Bautzen vorhanden.

Infanteriefahnenmuster aus der Zeit 1730. August der Starke. Regiment 2. Garde. Leibfahnen im Grundtuch mit den Ordinärfahnen gleich, Abzeichenfarbe, im Schaft aber länger, ebenso in den Banderolen.

Regimenter; Grundtuch und (wahrscheinlich) Spitzen:

1. Garde weiß mit Gold

2. Garde weiß mit Gold

Weißenfels gelb mit Silber

Kronprinz zitronengelb mit Silber

Löwenthal bleumourant mit Gold

Wilcke zimmtbraun mit Silner (auch Gold!?)

Sachsen-Gotha dunkelblau mit Silber

Boehnen paille mit Silber .

du Caila papageigrün mit Silber

Märchen weiß mit Gold (vermutlich aber wegen der

beiden Garde Cremoisin mit Gold). Die Leibgrenadiergarde (Rutowsky) hatte andere Fahnen. Das Regiment Sachsen-Weimar, aus 1 Btl. Weimar und 1 Btl. Garnison zu Dresden bestehend, Fahnen mit dem Wappen von Weimar und Namenszug. Das Btl. Dresdner Garnison hat u.U. auch Fahnen nach der obigen Art getragen, aber dann Grundtuch grasgrün. Die Bezeichnung mit Gold oder Silber kann sich nur auf die Spitzen beziehen. Die Banderolen sind sicher Silber/Karmin gewesen. An den vorhandenen geringen Überresten ist eine einwandfreie Klärung nicht möglich.

Fahne eines unbekannten Truppenteils aus der Zeit Johann Georg II. Die Farben Blau/Gelb deuten auf die Hausfarben der Wettiner hin. Es könnte sich daher hier um eine Leibtruppe (Trabanten) handeln. Der Kranich ist ein Zeichen der Wachsamkeit. Die Buchstaben E.W. könnten vielleicht "Er Wacht" bedeuten.

Standarte aus der Regierungszeit des Churfürsten Johann Georg II. Truppe unbekannt. Die Inschrift IMMOBIL IS bedeutet: Unbeweglich. Die Jahreszahl 1666 läßt auf eine Truppe in kaiserlichen Diensten zur Zeit der Türkenkriege schließen.

Kriegsfähnlein der Bürgerschaft zu Dresden. Dieses Fähnlein wurde ebenso wie die Fahnen Nr. 83 bis 86 bei der Musterung der Bürgerschaft zu Dresden, am 29 Dezember 1677 übergeben. Die Bürgerschaft

gliederte sich in Compagnien oder Fähndel und zwar 't Compagnien Bürger und 1 Fähndel Hausgenossen. Fahnenträger Viertesmeister George Kohl. 1. Comapgnie.

Kriegsfähnlein der Bürgerschaft zu Dresden. 2. Comapgnie. Träger Viertelsmeister Paul Brückner. Im Fahnentuch das Wappen der Landgrafschaft Thüringen.

Kriegsfähnlein der Bürgerschaft zu Dresden. 3. Compagnie. Träger Viertelsmeister David Bildner. Das Wappen zeigt den Meißner Löwen.

Kriegsfähnlein der Bürgerschaft zu Dresden. 4. Compagnie. Träger Viertelsmeister Daniel Schwartzenberger. Im Fahnentuch das Wappen der Burggrafschaft Magdeburg. Gewiß recht eigenartig, die Bürgerschaft zu Dresden mit dem Wappen von Magdeburg. Dies kam daher, weil der Churfürst von Sachsen zugleich Burggraf zu Magdeburg war.

Kriegsfähnlein der Bürgerschaft zu Dresden. 5.Compagnie. Träger Viertelsmeister Johann Friedrich Müller. (Hausgenossen?!). Diese Fahne zeigt das Wappen der Stadt Dresden, wobei allerdings zu bemerken ist, daß der obere Löwe jetzt nach der anderen Richtung schreitet.

Kriegsfähnlein der Bürgerschaft zu Zwickau, wahrscheinlich vom Jahre 1672. Diese Fahne ist mit der in Zwickau noch vorhandenen, aber stark abgeführten Fahne, identisch.

Kriegsfähnlein der Bürgerschaft zu Pirna, verliehen 1672.

Kriegsfähnlein der Bürgerschaft zu Pegau, verliehen 1672.

Kriegsfähnlein der Bürgerschaft zu Freiberg, um 1670.

Kriegsfähnlein der Bürgerschaft zu Oschatz, um 1670. Im Jahre 1910

befand sich diese Fahne im Besitz des Militärvereins I zu Oschatz. (Andere Seite schwarz-golden).

Kriegsfähnlein der Bürgerschaft zu Torgau. Zeit um 1670. Wahrscheinlich wird diese Fahne noch heute beim Aufzuge der Geharnischten benutzt.

Kriegsfähnlein einer "Sächsischen Bürgerschaft", wahrscheinlich Großenhain. Der brandenburgische Adler wird folgende Bedeutung haben: Im Jahre 1292 verteidigte die Bürgerschaft, insbesondere die Tuchmacher, die Stadt heldenhaft für die Wettiner gegen den Markgrafen Hans von Brandenburg. Wiederholte kurfürstliche Gnadenbeweise in späteren Jahrhunderten waren die Belohnung. So auch um 1670, als die Stadt 2 Kriegsfähnlein vom Kurfürsten erhielt. Keine, auch ehemals, chur-sächsische Stadt führt den Brandenburger Adler, hingegen werden die Kriegsfähnel von Großenhain oft als brandenburgische Fahnen, trotz der Farben schwarz und gelb, bezeichnet. Als Privileg durften auch all-jährlich die beiden Kriegsfähnel der Stadt Großenhain von den Tuchmachern in feierlichem Aufzuge durch die Stadt getragen werden.

Jedenfalls das andere Kriegsfähnlein der Stadt Großenhain. Die Fahnen Nr. 93 und 91* bilden die einzigen Kriegsfähnlein der "Sächsischen Bürgerschaften", die nicht mehr zu klären sind. Die Fahnen vonGroßen-hain sind 1872 beim Brand des Rathauses mit vernichtet worden.

Kriegsfähnlein der Bürgerschaft zu Alten- und Neuen-Dresden vom Jahre 1591. Wahrscheinlich die Leibfahne. Die Wappen stellen dar: Links oben = Churwappen, rechts oben = Herzogswappen, links unten = entweder Pfalz Sachsen oder Herzogtum Sachsen-Lauenburg (Westfalen). Beide Wappen sind gleich, auf dem Adler fehlt aber die Krone. Rechts unten Grafschaft Orlamünde. Der Löwe muß aber eine rote Krone tragen.

Kriegsfähnlein wie Nr. 95.

Kriegsfähnlein der Bürgerschaft zu Alten- und Neuen-Dresden gleich den Blättern 95 und 96 mit dem Chur- und Herzogswappen.

Kriegsfähnjein der Bürgerschaft zu Alten- und Neuen-Dresden vom Jahre 1591. Im Felde der "Thüringische Löwe". Die Farben blau und gelb sind die Farben der Wettiner, Landsberger Farben.

Kriegsfähnlein der Bürgerschaft zu Alten- und Neuen-Dresden vom Jahre 1591.

1591. 1591.

1591.

Regiment Starschädel. Das Regiment bestand von 1631 bis 1639- Die Regimentsfarben waren "Schwarz und Gelb". 1632 Obrist v. d. Pforte. Ende 1639 kam das Regiment mit dem Regiment Schneider zu dem neu formierten Regiment des Obersten v. d. Pforte. Während der Reformation von Egeln lag das Regiment in Loitz und blieb daher unverändert. Dies ist die Leibfahne des Regiments. Der Fahnenspruch lautet: TANDEM BONA CAUSA TRIUMPHAT oder TRAU GOTT, HALT DICH IN GUTER HUT, ERSCHRECKE NICHT, DIE SACH IST GUT.

Ordinärfahne des Regiments Starschädel. Siehe Blatt 1O4.

Der Fahnenspruch lautet: PER ADUA VIRTUS oder DIE TUGEND VOLLBRINGT

IHREN LAUF, WAR ES GLEICH NOCH SO HOCH HINAUFF.

Ordinärfahne des Regiments Starschädel. Siehe Blatt lO1.

Der Fahnenspruch lautet: DULKE ET DECORUM EST oder FÜR GOTT UND DIE,

SO IHR SEHT HIE.

Ordinärfahne des Regiments Starschädel. Siehe Blatt 1O4. Der Fahnenspruch lautet: RECTE ET FORTITER oder SIEH DICH WOHL FÜR UND DAPFER FICHT, WAS DEIN GEBÜHR VERSEUME NICHT.

Ordinärfahne des Regiments Starschädel. Siehe Blatt 104. FATA VIAM INVENIENT oder WOHIN WO NAUSS UND WIES ZUHALTEN, WIL ICHS ALLEIN GOTT LASSEN WALTEN als Fahnenspruch.

Ordinärfahne des Regiments Starschädel. Siehe Blatt lO't. Der Fahnenspruch lautet: IN FIDE ET JUSTITIA FORTITUDO oder TREW UND GERECHTIGKEIT, MACHEN BESTENDIGKEIT.

Ordinärfahne des Regiments Starschädel. Siehe lO't. Der Fahnenspruch lautet: ABSO (ABSOUE) METU oder GETROST UND FREWDIG, GOTT TREWLICH SCHÜZE MICH. (OHNE FURCHT.) Vergleiche hierzu Historische Fahnen, Bild 119.

Ordinärfahne des Regiments Starschädel. Siehe Blatt lO't. Der Fahnenspruch lautet: PRO EOUITATE oder FÜR BILLIGKEIT UND RECHT, SOLL STREITEN HERR UND KNECHT.

Ordinärfahne des Regiments Starschädel. Siehe Blatt 104. Der Fahnenspruch lautet: TOLLE MORAS oder ZU LANGE VERZOGEN, HAT OFFT BETROGEN.

Ordinärfahne des Regiments Starschädel. Siehe Blatt lO't. Der .Fahnenspruch lautet: FIDE ET CONSILIO oder AUF TREW UND RATH, FOLGT LIEB UND THAT. Alle Fahnensprüche sind in der alten Schreibweise.

Trompetenstandarte des Garde-Reiterregiments. Rechte Seite.

Trompetenstandarte des Garde-Reiterregiments. Linke Seite. Blatt 114 und 115 bis zur Auflösung des Regiments 1918 gebräuchlich.

Die Fahne der Unter-Gardia, Stammtruppe der Infanterie-Regimenter lO't bis 107, 2.Compagnie. Verliehen am 2h. Dezember 1677 auf der großer Bastei am Zeughause, Dresden. Der Fahnenspruch lautet: P. P. = PRO PATRIA oder ALLZEIT TAPFFER MIT BESTAND, STREITE FÜR DAS VATERLAND. Der Meißner Löwe müßte eigentlich schwarz sein.

Fahne eines Infanterie-Regiments aus «der Regierungszeit des Chur-fürsten Johann Georg II. Diese Fahne kehrt viermal wieder, nur immer mit einem anderen Mittelstück. Die Inschrift ist z.Zt. nicht zu deuten, vielleicht gelingt es noch. Wahrscheinlich gehörte diese Fahne zum ersten oder anderen (zweiten) Leibregiment.

Mittelstück zu einer gleichen Fahne, wie unter Nr. 117 beschrieben.

Siehe 118a.

Inschrift heißt: FIDE SED VIDE = desgleichen: I.M.B. = IMMOBILIS =

Unbeweglich.

Fahne eines Infanterieregimentes aus der Regierungszeit des Chur-fürsten Johann Georg II. Wahrscheinlich erstes oder anderes Leibregiment. Das Mittelstück ist auch in einer gleichen Fahne wie Nr. 117 enthalten. Ebenso sind vom Typ Blatt 119 vier Fahnen überliefert mit den Mittelstücken 117, 118 a, 118 b, alle schwarz, rot, gelb gestreift. Inschrift heißt: PRO CRUCE ET JUSTITIA = FÜR KREUZ UND GERECHTIGKEIT. Die Säule soll das Jüngste Gericht darstellen.

Standarte aus der Regierungszeit der Churfürsten Johann Georg III. oder IV. Leider ist nur diese eine Seite vollständig erhalten. Ohne Zweifel ist aber die andere Seite ebenso gewesen.

Wahrscheinlich ein Kriegsfähnel der Bürgerschaft zu Dresden vor 1677, siehe Blatt 83. Die Grundfarbe des Tuches muß jedoch blau sein, doch zeigt die überlieferte Zeichnung braunen Grund. Der Löwe ist der der Landgrafschaft Thüringen.

Fahne aus der Regierungszeit des Churfürsten Johann Georg II. Wahrscheinlich muß diese Fahne demselben Truppenteil zugeschrieben werden wie Blatt 23.

Fahne aus der Regierungszeit des Churfürsten und Königs August d. Starken. Beide Seiten der Fahne sind gleich. Das Grundtuch richtete sich nach der Abzeichenfarbe des betreffenden Infanterieregimentes. Die Flammen (8 Stück auf jeder Seite) sicher nach der Knopffarbe des betreffenden Regimentes. Diese Fahnen sind auf die Zeit um 1700 zu datieren. Die Inschrift (Monogramm) FARP = Friedrich August Rex Polonia Die Leibfahnen waren sicher weiß. Fahnenband fraglich, wahrscheinlich von später:

Rückseite einer "Sächsisch Polnischen" Fahne aus der Regierungszeit August d. Starken. Aus dieser Zeit konnte neuerdings auch eine, allerdings nur teilweise erhaltene, blaue (Ordinär-) Fahne erworben werden, womit nunmehr der Beweis erbracht ist, daß es sich hier entweder um eine Fahne der 1. oder 2. Garde oder um die Leibfahne eines anderen Infanterieregimentes handelt. Die Fahne hat sechs Flammen enthalten, davon drei an der Stangenseite und drei auf der Flugseite, beide Fahnenseiten (Vorder- und Rückseite) also 12, die wahrscheinlich wieder in der Knopffarbe gehalten waren, denn die neuerdings erworbene blaue Ordinärfahne zeigt weiße Flammen. Auf dieser Seite der polnische weiße Adler mit dem Churwappen als Herzschild.

Vorderseite zu Blatt 124. Im Kranz der lithauische weiße Reiter. Die Flammen dieser Seite sind bereits abgeblättert.

Dem ältesten Trainbataillon der gesamten deutschen Armee, dem "Königlich Sächsisch 1. Trainbataillon Nr. 12 wurde am 4. Mai 1910 zu seinem 100jährigem Bestehen eine Trompetenstandarte verliehen, die an der Trompete des Stabstrompeters geführt wurde. Die Vorderseite zeigt den Namenszug des Stifters: Friedrich August.

Rückseite zu 126. Namenszug: Friedrich August Rex (III.)

Fahne aus der Regierungszeit des Churfürsten Johann Georg II. Regiment unbekennt. Von dieser Art existieren noch mehrere Fahnen mit anderen Emblemen.

Standarte aus der Regierungszeit des Churfürsten und Königs August d. Starken. Leider ist nur eine Seite vollständig erhalten, jedoch ist anzunehmen, das die andere Seite die gleiche Zusammenstellung zeigt. Linkes Wappen: Über Eck der polnische weiße Adler und der lithauische Reiter. Herzschild das Churwappen. Rechtes Wappen: Links oben = Herzogswappen mit verkehrt gelegten Rautenkranz. Rechts oben = Herzogtum Berg. Links unten = Herzogtum Cleve. Rechts unten: Markgrafschaft Meißen, evtl. Herzogtum Jülich, dann schreitet jedoch der Löwe verkehrt. Oben über den Wappen eine Kombination zwischen Churhut und Königskrone.

Diese Fahne, im Original noch vorhanden, wird als eine solche des Infanterieregimentes Königin, 1753/67, bezeichnet. Grundtuch und Kantenfarbe, letztere könnte allerdings verschossenes carmoisin sein, passen nicht zu dem Abzeichen, carmoisin, des Regimentes. Die Fahne hat demnach die Tage der sächsischen Armee am Lilienstein mitgemacht, 1756, kam danach auf den Königstein und ist demnach nach dem 7jährigen Kriege dem Regiment wieder verliehen worden.

Sächsische Infanteriefahne aus der Zeit August d. Starken. Zeit des Nordischen Krieges, also bis etwa 1709- Fahnentyp 3 der Zeit. Grundtuch entsprach der Abzeichenfarbe des Regimentes dieses selbst unbekannt. Namenszug: Friedrich August Rex Poloniae.

Vergleiche Blatt 131, nur die Flammen sind anders gesetzt.

Vollständiger Paukenbehang des Königlich Sächsischen Karabinier-Regimentes Wegen der Kleinheit der Felder mußten einzelne derselben detailliert wiedergegeben werden, siehe Blätter 134-136. Im Mittelfelde der Namenszug des Regimentschefs, des Großherzogs Wilhelm-Emst von Sachsen-Weimar-Eisenach. 16.12.1905, Tag der Verleihung der Pauken, Schrift = Gold. Die Pauken sind beide von Silber und zeigen je eine derselben,die Wappen gleich Blatt 13^ und 135, jedoch ohne Lorbeer und Eichenkr'anze, erhaben.

Wappenfeld eines Paukenbehanges, siehe Blatt 133. Stickerei Gold/Silber/ Seide. Wappen des Königreiches Sachsen. Anordnung folgende: I.Reihe: Meißen (schwarzer Löwe), Thüringen (rot/silberner Löwe), Pfalz Thüringen (Adler). 2. Reihe: Pfalz Sachsen (Adler), Herrschaft Pleißen (Löwe=Gold/Silber).

3. Reihe: Grafschaft Voigtland (Löwe), Grafschaft Orlamünde (Löwe mit Herzen).

4. Reihe: Herrschaft Landsberg (blaue Pfähle), Markgrafentum Oberlausitz (goldene Mauer), Herrschaft Eisenberg (drei blaue Balken), Burggrafschaft Altenburg (Rose), Geforstete Grafschaft Henneberg (schwarze Henne).

Mittelfeld = Wappen des Herzogtums Sachsen, auf dem roten Regalienfeld aufgelegt.

Wappenfeld des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach.

Allgemeines wie Blatt 134.

Obere Reihe: Thüringen (rot/silberner Löwe), Meißen (schwarzer Löwe).

Untere Reihe: Geforstete Grafschaft Henneberg. Herrschaft Neustadt-

Arnshaugk. Herrschaft Blankenhain (schwarzer Löwe), Herrschaft Tautenberg

(blau/silberner Schrägbalken).

In der Mitte Rautenkranzschild von Sachsen.

Ordensstern des Großherzoglich Sachsen-Weimar-Eisenachschen Ordens der Wachsamkeit oder vom weißen Falken. Der blaue Ring ist gelb gerändert, außen und innen, darauf die Inschrift: "Vigilando Ascendimus" "Durch Wachsamkeit steigen wir". Stickerei Gold bzw. Silber. Daneben eine größere Wiedergabe des Schnuren- und Bortenbesatzes.

Chursächsische Fahnen 1620-22 (22?). Fahne des Churfürsten oben, Fahne des Hofgesindes unten, diese nach einer anderen Quelle auch mit den roten Schwertern.

Fahnen der Infanterie des Herzogs Albrecht von Sachsen-Altenburg. 1620. Eine vierte Fahne, die mit einer anderen Fahne gleich ist, folgt auf einem,anderen Blatte.

Drei Fahnen des Chursächs. Regimentes zu Fuß v. Goldstein 1620/22.

Zwei Fahnen des Chursächs. Regimentes zu Fuß v. Goldstein 1620/22.

Vier Fahnen des Chursächsischen Regimentes von Schlieben, 1620/22.

Vier Fahnen des Chursächs. Regimentes von Schlieben 1620/22. Mit beiden gelben Pfählen möglicherweise Leibfahne.

Vier Fahnen des Chursächs. Regimentes von Schlieben, 1620/1622.

Entweder drei Fahnen des Chursächsischen Regiments von Schlieben oder dreier Freifähndel.

Die obere Fahne ist blau und gelb punktiert. Hier haben wir es unzweifelhaft mit der Fahne der Chursächsischen Artillerie aus dem 30jährigen Kriege zu tun. Ob die Fahne noch andere Embleme gehabt hat, läßt sich bei der kleinen Wiedergabe der Feldzeichen leider nicht feststellen. Die zweite und dritte Fahne sind entweder den Oefensionern oder Freifähndel zuzuschreiben. Eine gleiche Fahne wie die mit schwarzen Adler gehört zu Blatt 138.

Die Fahnen Nr. 146 bis 156 gehören zum Schaumburgischen oder Leibregiment. Regimentsfarben rot und weiß, Bestand 1631 bis 1651. Stamm drei brandenburgische Kompagnien Fußvolk, 1632 Taube, 1639 Grubbach Kommandanten. 1650 wurden 8 Compagnien entlassen, 2 verblieben als' Garde in Wittenberg.

Leibfahne: Fahneninschrift: Im rechten Weg fahr immerfort, So wird Gott sein dein Schutz und Hort.

Siehe Blatt 146. Fahneninschrift: 0RT0CZ CLARESCERE PULCHRUM.

Wenn vor mir hergehet dieses Licht, Des Feindes macht mich schrecket

nicht.

Siehe Blatt 46. Fahneninschrift: SEMPER IMMOTA

Großer Potentaten Einigkeit, Der Untertanen Glückseligkeit.

Siehe Blatt 146. Fahneninschrift: PRELIUM NON VILE LABOREM.

Im Krieg der Sieg hat große Ehr, Im Fried der Wohlstand noch viel mehr

Siehe Blatt 150. Fahneninschrift: Wie Nr. 149.

Siehe Blatt 146. Fahneninschrift: REQUIES HAEC CERTA LABOREM. Bete und Wach, Deinen Feind nicht verlach.

Siehe Blatt 146. Fahneninschrift: FELICITAS TEMPORUM REGUM CONCORDIA. Durch Krieg und Streit man Friede sucht, Weil solcher bringet Nutz und Frucht.

Siehe Blatt 146. Fahneninschrift: VENERANDI NUMINIS MAIESTAS. Zusammensetzung ist gar gut, Wenn mann's mit Gott anfassen tut.

Siehe Blatt 146. Fahneninschrift: zunächst unbekannt, dann weiter

DERE LINQUETUR.

Durch Mühe und Arbeit, Wird Ruhe und Fried' bereit.

Sieh Blatt 146. Fahneninschrift: NEC IGNO NEC FERRO.

Eine gute Sache, frischer Mut, Im Unglück fest bestehen tut.

Siehe Blatt 146. Fahneninschrift: PIE ACCIRCUM SPECTE. Vor Gott und seiner Lehre Wert, Mich nicht soll scheiden Feuer noch Schwert.

Regiment zu Roß von Gersdorf. Regimentsfarben: Dunkelblau und Gold. Bestand 1634 bis 1638. Wurde am 8. April 1638 bei der Reformation von Egeln mit dem Regiment v. Reuschel vereinigt. Das Regiment wurde vom Fürstentum Weimar gestellt. Das Blatt zeigt die Paukenbehämge.

Siehe Blatt 157. Trompete des Leibtrompeters.

Siehe Blatt 157. Trompete der Ordinärtrompeter.

Siehe Blatt 157. Leibstandarte.

Siehe Blatt 157. Ordinärstandarten.

Infanteriefahne aus der Regierungszeit des Churfürsten Johann Georg II. Diese Fahne ist nur einmalig vorhanden und nicht mit anderen Fahnen in Einklang zu bringen. Truppenteil unbekannt.

Vergleiche Blatt 128. Es ist sofort ersichtlich, daß beide Fahnen dem gleichen Typ zugehörig sind, wahrscheinlich auch dem gleichen Truppenteil zugehörig waren.

Infanteriefahne aus der Regierungszeit Johann Georg II. Diese Fahne hat sicher mit den Fahnen auf Blatt 165 und 166 dem gleichen Truppenteil angehört, der in den drei Freikompanien zu suchen sein dürfte, die 1612 errichtet, bis 1706 die Besatzung von Dresden bildete. Es waren die Fähndel von Dresden, Pirna und Freiberg. Leider ist die Zeit der Tragung unbekannt, liegt aber zwischen 1656 und 1680. Interessant ist, das die Farben schwarz, rot und gelb an jeder Stelle einmal erscheinen, sowohl in der Fahnenkante, als auch in den Keilen. Die Inschrift ist rätselhaft. Die Buchstaben: D. G. W. dürften aber "Durch Gottes Wort" bedeuten

Siehe Blatt 164. Inschrift unbekannt. Infanteriefahne aus der Regierungszeit Johann Georg II. Truppenteil unbekannt. Es dürfte sich um eine einzelne Kompagnie handeln.

Jedenfalls Leibstandarte eines Gardetruppenteils vom Jahre 1666. Die Standarte auf Blatt 81 und eine noch folgende andere Standarte gehören jedenfalls als Ordinärstandarten dazu. Die Inschrift auf dem Spruchband: ANIMOSUS AD ARDUA SURGIT = Der Beherzte steigt zu den Höhen empor.

Fahne der Untergardia, I.Kompanie, vom Jahre 1677- Die Inschrift: SUB UMBRA ALARUM TUARUM = Unter dem Schatten deiner Flügel. Die Verdeutschung 1677 wird in den Worten ausgedrückt: Gibt uns Dein Schatten Schutz, Du treuer Adler Du, So findet unter Dir ein jeder sein Ruh.

Andere Seite zu Blatt 169. Die Inschrift: PRIUS MORI QUAM FIDEM FALLERE = Eher sterben, als den Glauben verlieren. Die Verdeutschung wird . 1677 in den Worten uagedrückt: Ein treuer Patriot verachtet eh' sein Leben, Als er durch Untreu will dem Lande was vergeben. Siehe Blatt 168. Die Inschrift: PRIUS MORI QUAM FIDEM FALLERE = Eher sterben, als den Glauben verlieren.

Fahne unter Georg II. Wahrscheinlich Kreisvölker.

Infanteriefahne unter Johann Georg II. Truppenteil unbekannt. Vielleicht eine einzelne Kompanie oder Festungsgarnison.

(Leib-) Fahne unter Johann Georg II. 1656 bis 1680. Leider läßt sich die Zugehörigkeit gerade dieser Fahne nicht genau bestimmen. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die Fahnen Nr. it8/50 und evtl. hh/hd, welche auch die Dreiteilung aufweisen. Da aber für die Regierungszeit Johann Georg II. nur die Untergardia (Besatzung von Dresden, errichtet 1587 = Stamm der Infanterieregimenter Nr. 106 und 10?), sowie die Freifähndel infrage kommen, so dürften sie einem dieser beiden Truppenteile zuzuschreiben sein. Bemerkenswert ist der gegen die Sonne fliegende Adler, der demnach nicht preußischen, sondern sächsischen Ursprungs sein dürfte, mit der allerdings etwas vorsichtigen Inschrift: Niemand weiß meinen Sinn, im Gegensatz zu: NON SOLI CEDIT.

(Ordinär-) Fahne zu Blatt 175. Daß diese Fahne als Ordinärfahne zu Blatt 175 gehören dürfte, steht wohl außer Zweifel. Dafür spricht nicht nur die Fahneninschrift in Anordnung und Verdeutschung, sondern auch die Abmessung, der Kranz und die Schleifen.

Hier gild das über die Fahnen Nummern 175 und 176 Gesagte. Der Zustand der Originalzeichnung deutet darauf hin, daß sich der Grundton der Fahne verändert hat. Ich habe jedenfalls das jetzige Aussehen gebracht.

Regiment des Obersten von Kalckstein. Bestand 1632 bis 1637. Wurde 1637 unter dem Kommando des Oberstleutnant von Erichsohn dem Kurfürsten von Brandenburg überlassen. Leibstandarte, dazu die Ordinärstandarte Nummern 179 bis 187. Trompetenfahne Blatt 188. Inschrift: MEDIANTIBUS ISTIS = Mit diesen wag ich's.

Siehe Blatt 178. Inschrift: SEMPER ERO INSOMNIS = Ich WilTs wohl nicht verschlafen. ,

Siehe Blatt 178. Inschrift: IUSTITIA ET VIKTORIA = Die Gerechtigkeit behebt den Sieg.

Siehe Blatt 178. Inschrift: EST MIHI META FIDES = Treue ist mein Ziel.

Siehe Blatt 178. Inschrift: AUTOREM SUACULPA MANET = Untreue trifft ' seinen eigenen Herrn. Siehe Blatt 178. Inschrift: PEREIDAE SUA PARATA = Alle Untreue wird

gestraft.

Siehe Blatt 178. Inschrift: TELO VULNEROR IPSE MEO = Der Pfeil, so ich

gefiedert, verwundet mich.

Siehe Blatt 178. DURAS PATIENTIA VINCIT SPINAS = Geduld überwindet alles.

Siehe Blatt 178. Inschrift: ERGONE PUGNANDUM = Muß ich dann fechten.

Siehe Blatt 178. Inschrift: CUM DEO ET AMICIS = Mit Gottfreunden.

Siehe Blatt 178. Trompetenfahnen Regiment Kalckstein.

Nachträge:

Sächs. Fahne aus der Zeit des Churfürsten Johann Georg II. Original im Armeemuseum zu Dresden. Ohne Zweifel eine Leibfahne, vielleicht Trabanten zu Fuß? Als Ordinärfahnen gehören hierzu wahrscheinlich Blatt 44, 45 und 46. Dafür spricht die Größe der Fahnen, auch deren Einteilung. Daß hierbei eine andersfarbige ist, ist keine Seltenheit.

Chursächsische Ordinärfahne aus der Zeit Johann Georg II., die vermutlich zu Blatt 43 gehört.


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