Historischer Bilderdienst

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Soldats et Uniformes du Premier Empire

Titel:
Vom Sturze Preußens bis zum Ende der Befreiungskriege.
(1806-1815)

Detaillierte Beschreibung der 189 Farbtafeln von Hourtoulle und Girbal. Soldats et Uniformes du Premier Empire.


Lieferumfang:
162 DIN A4 Seiten auf Schreibmaschiene geschrieben

 

19,00 EUR

Produkt-ID: U 597  

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Die Füsiliere der Garde 1806 - 1814

Die beiden Füsilier-Regimenter der Garde werden Ende 1806 aufgestellt. Sie rücken Anfang des Jahres 1807 in aller Eile ohne Mäntel an die Front. Sie werden nun immer wieder bis 1814 zusammen kämpfen. Zuerst sind Friederichs und Boyer de Rebeval ihre Kommandeure.

1806 erreichen sie Spanien. 1809 marschieren sie nach Österreich. Sie sind bei Eßling dabei und vor allem bei Wagram.hier unterstützen sie unter dem Befehl von Reille Macdonalds Attacke. 1810 wieder in Spanien, unter dem Befehl von Roguet.Bodelin;kommandiert die Grenadiere, Lanabère die Jäger. Sie kommen im Gebiet von Vittoria, bei Aranda zum Einsatz.

1812 sind sie in Rußland. Die Füsiliere gehören zur 2. Garde-Division unter dem General Roguet, der die Generäle Boyeldieu und Lanabére unter sich hat. Bodelin befehligt immer noch die Grenadiere, Vrigny die Jäger. An der Moskwa fällt Lanabêre. Während des Rückzuges zeichnen sich die Füsiliere mehrfach aus. Bei Kraenoje versperren die Russen die Straße. In der Nacht setzt sich Roguet an die Spitze der Füsiliere und führt einen Angriff auf das Biwak der Russen durch. Er zerstreut dadurch den Feind. Am folgenden Tag muß man sich noch schlagen um Davoust zu erwarten. Die Garde übertrifft sich selbst. Das Korps Davoust erzwingt den Durchbruch, die Reste der Armee sind für den Augenblick gerettet. Am Ende dieses Feldzuges hat "Vater Roguet" nur noch 288 Mann und 57 Offiziere bei sich.Im Jahre 1813 stehen die in aller Eile wieder aufgefüllten Regimenter neben der Jungen Garde. In der 1. Garde-Division (General Dumoustier) sind die Füsiliere der 1. Brigade unter Berthézéne zugeteilt. Es ist jedoch von jeder Waffengattung nur ein knappes Bataillon; 528 Grenadiere und 638 Jäger. Sie sind bei Lützen dabei. Die 2. Garde-Division, die in aller Eile von Barrois aufgestellt worden ist, wird nach Bautzen in Marsch gesetzt nahezu 900 Füsiliere stehen in der 2. Brigade (General Mouton).

Sie sind in Dresden, dann in Leipzig;.aber hier werden sie alle zur Division Curial zusammengezogen. Aufs neue bedecken sie sich mit Ruhm. Sie sind auch in Hanau dabei, um die Rückzugsstraße freizukämpfen. 1814 stehen die Füsiliere unter dem Befehl des Marschalls Mortier in der Division Michel. Da dieser bei Rontmirail verwundet wird, wird er durch Christiani ersetzt. Unter diesem General übertreffen sie sich noch einmal selbst, vor dem e Ourcq, bei Meaux, und eilen von teilweisen Siegen zu teilweisen Siegen. Ihr Opfer ist jedoch umsonst. Nach Napoleons Abdankung werden die Füsiliere mit den "Alten" in das Korps der Grenadiere und Jäger von Frankreich eingereiht, das von Oudinot befehligt wird. Es wird keine Garde-Füsiliere mehr geben. Diese beiden Regimenter verkörperten die ideale Elite-Infanterie. Sie haben der Kaisergarde als Bauptstütze und als Schmetiegel gedient. Sie haben die Kader für die Junge Garde geliefert und die Lücken der alten Garde ausgefüllt.
Die Füsilier-Grenadiere

Tafel Nr. 5 (im Original irrtümlich Nr. 4)
Auf dieser Tafel sind mehrere Uniformtypen dieses Regiments vereinigt. In der 2. Reihe hebt sich ein Mann im.Mantel her-
aus, dahinter Männer in Felduniform. Die anderen sind in der vorschriftsmäßigen Uniform dargestellt, bei der gewisse Einzel-
heiten sorgfältig geprüft worden sind. Die Epauletten der Füsilier-Grenadiere sind in mehreren Mustern dargestellt worden. Alle zeitgenössischen Auskünfte: Stiche, Mitteilungen stimmen mit den.Epauletten in der Sammlung Brunon
überein. Diesen Typ haben wir dargestellt. Auch die Uniform der Unteroffiziere wurde eingehend geprüft. Ihre Epauletten waren zweifellos die der Grenadier-Unteroffiziere, aus denen sie als Kader hervorgegangen waren. Ihr Tschako war der der Truppe, sei es, daß er eine vergoldete Tresse um den den oberen Rand trug, sei es, daß er ein Chevron (winkelförmige Tressenstreifen) und rote und goldene Schnüre hatte. Zu erzählen ist noch, daß die Füsilier-Grenadiere den Zopf trugen, daß die Offiziere einen Tschako hatten, dessen oberer Rand mit einem schwarzen Samtband besetzt war, mit goldenen Sternen
bestickt zwischen 2 gezähnten Goldstreifen; solche Streifen befanden sich auch am unteren Rand des Tschakos. Nur die höheren Offiziere trugen einen weißen Federbusch. Der Rock der Truppe ist der der Grenadiere; die anderen Einzelheiten sind auf der Tafel gut zu erkennen.

Die Füsilier-Jäger

Tafel Nr. 4 (im Original irrtümlich Nr. 5)

Hierfür sind weniger Erläuterungen nötig. Sie trugen den Rock der Garde-Jäger. Ihr Tschako hat kein Chevron, sondern nur die weiße Kordel. Im Anfang scheinen sie den Federbusch an der Seite getragen zu haben, wie es mehrere alte Stiche bezeugen. Die 2. Figur von rechts stimmt mit einem Stich von Weiland überein, der diesen kleinen Pompon an der Seite zeigt und einen Tschako ohne Sturmband. Die Epauletten sind die der Jäger. Der Offizier hat am oberen Rand des Tschako eine Guirlande vergoldeter Blätter anstatt der Sterne. Die Jäger-Füsiliere trugen einen blauen Mantel.